Konferenz zur Schönheit und Lebensfähigkeit der Stadt No. 2

Stadt und Handel. Stadt und Energie.

24. / 25. März 2011

Rhein­ter­rasse, Joseph-Beuys-Ufer 33, Düsseldorf

Schirmherrschaft: Die Präsi­dentin des Deutschen Städte­tages, Ober­bürg­er­meis­terin Dr. h. c. Petra Roth

Ver­anstal­ter: Prof. Dipl.-Ing. Christoph Mäck­ler, Prof. Dr. Wolf­gang Sonne

Organ­i­sa­tion: Dr.-Ing. Kathrin Groke  Press­espiegel  Publikation

Don­ner­stag, 24.03.2012:

Stadt und Handel

Gruss­worte:  Oda Scheibel­hu­ber (Bun­desmin­is­teri­um für Verkehr, Bau und Stad­ten­twick­lung, Berlin)  Dr. Gre­gor Bonin (Lan­deshaupt­stadt Düs­sel­dorf)  Prof. Dr. Ursu­la Gath­er (TU Dortmund)

The­sen:

Prof. Christoph Mäck­ler (Insti­tut für Stadt­baukun­st, TU Dort­mund)  Prof. Dr. Wolf­gang Sonne (Insti­tut für Stadt­baukun­st, TU Dortmund)

Handel in der Stadt

Der Han­del ste­ht mit den vielfälti­gen anderen Aspek­ten der Stadt in ein­er engen Beziehung. Städte sind durch Han­del ent­standen. Die Erfordernisse des Han­dels haben die feingliedri­gen Innen­stadt­struk­turen der europäis­chen Städte geschaf­fen. Das Stadt­bild der europäis­chen Städte ist seit der Antike durch den im Erdgeschoss inte­gri­erten Laden und Schaufen­ster geprägt; die Architek­tur dieser Stadthäuser zeich­net sich durch anspruchsvolle Dauer­haftigkeit aus. Je bre­it­er die Akteure des Han­dels gestreut sind, desto inte­gri­eren­der wirkt der Han­del gesellschaftlich. Mono­funk­tionale Han­dels­ge­bi­ete wie Gewer­bepark und Shop­ping Malls in der Periph­erie fördern die Abhängigkeit vom Auto; feingliedrige Verteilung in den Stadtquartieren ver­ringern den Autoverkehr. Nach­haltiger Han­del find­et in der Stadt statt bzw. bildet sel­ber feingliedrige mul­ti­funk­tionale Struk­turen in der Stadt. Was muss geschehen, damit Han­del Urban­ität fördert?

Ref­er­enten:  Ger­hard Dun­stheimer (ECE Pro­jek­t­man­age­ment GmbH & Co. KG, Ham­burg)  Prof. Dr. Franz Pesch (Uni­ver­sität Stuttgart)  Prof. Dr. Fritz Neumey­er (TU Berlin)

Mod­er­a­tion:  Prof. Dr. Michael Mön­ninger (HBK Braun­schweig) Peter Rumpf (Berlin)

Handel in der Pheripherie

Shop­ping Malls auf der grü­nen Wiese sind in mehrfach­er Hin­sicht stadt- und umweltzer­störend: sie saugen die Kaufkraft aus den existieren­den Städten, sie ver­siegeln weit­ere Flächen, sie ver­mehren die Infra­struk­turen, sie erhöhen den pri­vat­en Autoverkehr, sie schaf­fen orts- und geschicht­slose Weg­w­erf-Envi­ron­ments. Trotz dieser offen­sichtlichen Män­gel find­en neue For­men der Sub­ur­ban­isierung des Han­dels statt, indem beispiel­sweise Han­dels­ket­ten durch die Ver­bre­iterung des Ange­bots ihre Attrak­tiv­ität zu steigern ver­suchen oder Out­let Cen­ter gestal­ter­isch Stadt imi­tieren, obwohl sie rein mono­funk­tion­al sind. Welche Mech­a­nis­men führen zu dieser für eine nach­haltige Stad­ten­twick­lung kon­trapro­duk­tiv­en Sit­u­a­tion? Was muss geän­dert wer­den, um den Han­del wieder an den ihm angemesse­nen Ort zu brin­gen – näm­lich in die Stadt?

Ref­er­enten:  John Quinn (Val­ue Retail Man­age­ment GmbH, Ingol­stadt)  Prof. Wolf­gang Christ (Bauhaus Uni­ver­sität Weimar)  Dr. Burkhard Spin­nen (Mün­ster)

Mod­er­a­tion:  Man­fred Köh­ler (Frank­furter All­ge­meine Zeitung, Frank­furt am Main)  Roland Stim­pel (Deutsches Architek­ten­blatt, Berlin)

Handel in der Innenstadt

Die Innen­städte mit ihren Fußgänger­zo­nen haben sich zu Orten der Kauf-Großstruk­turen entwick­elt. Dabei ste­ht das klas­sis­che Waren­haus heute schein­bar vor dem Aus, obwohl es mit z. T. großar­ti­gen Geschäft­shaus­baut­en aus dem frühen 20. Jahrhun­dert zur Qual­ität unsere Städte beige­tra­gen hat. Wie kann das architek­tonisch anspruchsvolle und stadt­bild­prä­gende Waren­haus neu gedacht wer­den? Die auf der grü­nen Wiese ent­standene Shop­ping Mall drängt heute in die Innen­städte. Die neuen Shop­ping Malls der Innen­städte tra­gen jedoch durch ihre Größe, ihre Mono­funk­tion­al­ität, die Über­bau­ung des öffentlichen Raumes, ihre geschlossene Fas­saden und ihre unstädtis­che Architek­tur zur Zer­störung dessen bei, von dem sei eigentlich zu prof­i­tieren hofften: Urban­ität. Was muss sich ändern, um die Shop­ping Malls bess­er in die Stadt inte­gri­eren zu können?

Ref­er­enten:  Matthias Bön­ing (mfi man­age­ment für immo­bilien AG, Essen)  Hartwig Schultheiß (Stadt Mün­ster)  Lovro Man­dac (GALERIA Kaufhof GmbH, Köln)

Mod­er­a­tion: Dr. Dieter Bartet­zko (Frank­furter All­ge­meine Zeitung, Frank­furt am Main)  Chris­t­ian Thomas (Frank­furter Rund­schau, Frank­furt am Main)

Handel im Stadtquartier

Ent­ge­gen aller Unken­rufe existiert das per­so­n­en- oder fam­i­lienge­tra­gene Einzelgeschäft nach wie vor. Sei es als spezial­isiertes Fachgeschäft für gehobene oder außergewöhn­liche Artikel in den Innen­städten oder als Lebens­mit­telgeschäft, Haushaltswarengeschäft, Handw­erks­geschäft, Dien­stleis­tungs­geschäft u. v. a.m. in den ganz gewöhn­lichen, funk­tion­al durch­mis­cht­en Stadtquartieren. Was kann zur Stärkung dieser Han­dels­form, die die nach­haltig­ste und urbanste von allen ist, geschehen?

Ref­er­enten: Prof. Dr. Hans Stim­mann (Berlin)  Prof. Wulf Dasek­ing (Stadt Freiburg im Breis­gau)  Prof. Dr. Wern­er Oech­slin (Stiftung Bib­lio­thek Wern­er Oech­slin, Einsiedeln)

Mod­er­a­tion:  Huber­tus Adam (Schweiz­erisches Architek­tur­mu­se­um, Basel und Archithese, Zürich  Dr. Dankwart Guratzsch (DIE WELT, Frank­furt am Main)

Fre­itag, 25.03.2011:

Stadt und Energie und Nachhaltigkeit

Präsi­dentin des Deutschen Städte­tages, Ober­bürg­er­meis­terin Dr. h. c. Petra Roth  THESEN  Prof. Christoph Mäck­ler (Insti­tut für Stadt­baukun­st, TU Dort­mund)  Prof. Dr. Wolf­gang Sonne (Insti­tut für Stadt­baukun­st, TU Dortmund)

Energie und Stadt

In der heuti­gen Diskus­sion um die Energieeinsparung wird vor­rangig der wohn­flächen­be­zo­gene Heizwärmebe­darf (Niedri­gen­ergiehäuser, Pas­sivhäuser und Nul­len­ergiehäusern) betra­chtet. Mit hohen Sub­ven­tio­nen wird dabei in sub­ur­ba­nen Vorort­sied­lun­gen der Energie­ver­brauch reduziert. Die ener­getis­chen Vorteile der städtis­chen Dichte (Funk­tion­s­mis­chung, Infra­struk­tur, Verkehr, Bau­dichte) bleiben dabei aber völ­lig unberücksichtigt.

Ref­er­enten:  Roland Stulz (novat­lantis, Zürich)  Prof. Man­fred Heg­ger (TU Darm­stadt)  Prof. Arno Led­er­er (Uni­ver­sität Stuttgart)

Mod­er­a­tion:  Dr. Christoph Bürkle (Archithese, Zürich und Nig­gli Ver­lag, Sulgen/Zürich)  Amber Sayah (Stuttgarter Zeitung)

Energie und Neubau

Große Hoff­nung wird bei der Verbesserung der Energiebi­lanz von Gebäu­den auf neue Tech­nolo­gien geset­zt. Kaum jedoch wird danach gefragt, inwiefern diese High-Tech-Lösun­gen selb­st nach­haltig sind. Wie wichtig ist die Lan­glebigkeit neuer Tech­nolo­gien und Baustoffe? Führen neue Tech­nolo­gien zum Ver­lust von lan­glebi­gen Kon­struk­tio­nen? Wie kön­nen neue (sich stetig ändernde) Tech­nolo­gien dauer­hafte Kon­struk­tio­nen ergänzen?

Ref­er­enten: Prof. Gün­ter Pfeifer (TU Darm­stadt)  Frank Junker (ABG Frank­furt Hold­ing GmbH, Frank­furt am Main)

Mod­er­a­tion: Boris Schade-Bün­sow (Bauwelt, Berlin)  Chris­t­ian Thomas (Frank­furter Rund­schau, Frank­furt am Main)

Energie und Altbau

Im Baube­stand liegen die großen Poten­ziale der Energieeinsparung. Rech­ner­isch ergeben sich Reduzierun­gen von bis zu 80 Prozent des Heizen­ergiebe­dar­fes. Gemessene Energie­ver­brauch­swerte zeigen häu­fig ein anderes Bild der Sanierung durch Voll­wärmeschutz. Welche Einspar­poten­ziale sind im Bestand baukon­struk­tiv wirk­lich real­is­tisch? Welche Bautech­niken sind einem his­torisch bedeut­samen Baube­stand angemessen?

Ref­er­enten:  Kon­rad Fis­ch­er (Architek­tur- und Inge­nieur­büro Fis­ch­er, Hochstadt am Main)  Dr. Burkhard Schulze Darup (Schulze Darup und Part­ner, Nürnberg)

Mod­er­a­tion:  Dr. Dankwart Guratzsch (DIE WELT, Frank­furt am Main)  Dr. Han­no Rauter­berg (DIE ZEIT, Hamburg

Energie und Stadtbild

Mar­burg beschließt die Satzung zur solaren Baupflicht. Städtis­che Grün­derzeitvier­tel wer­den mit Dämm­stoff­plat­ten eingepackt. Im Licht chang­ierende Klink­er­fas­saden wer­den durch Kun­st­stoff­plat­ten „ver­mummt“. Sind Kli­maschutz und Schön­heit Gegen­sätze? Wie sehen dauer­hafte Lösun­gen aus, die Energieef­fizienz mit Lan­glebigkeit, Denkmalpflege, Schön­heit und einem iden­titätss­tif­ten­den Stadt­bild vereinen?

Ref­er­enten: Dr. Roswitha Kaiser (Lan­desamt für Denkmalpflege Hes­sen, Wies­baden)  Dr. Robert Kaltenbrun­ner (Bun­desin­sti­tut für Bau‑, Stadt- und Raum­forschung, Bonn)  Prof. Dr. Vit­to­rio Mag­na­go Lam­pug­nani (ETH Zürich)

Mod­er­a­tion:  Dr. Dieter Bartet­zko (Frank­furter All­ge­meine Zeitung, Frank­furter All­ge­meine Zeitung)  Stephan Sat­tler (Hubert Bur­da Media, München)

Diskussionsteilnehmer:

Dr. Olaf Bischopink (Baumeis­ter Recht­san­wälte, Mün­ster) Sen­a­tor Franz-Peter Boden (Hans­es­tadt Lübeck) Prof. Dr. Har­ald Boden­schatz (TU Berlin) Anne Katrin Bohle (Min­is­teri­um für Wirtschaft, Energie, Wohnen und Verkehr NRW) Prof. Klaus Theo Bren­ner (Berlin) Dr. Mar­ta Doehler-Behza­di (BMVBS, Berlin) Jür­gen Dressler (Stadt Duis­burg) Klaus Fehle­mann (Dort­mund) Andreas Feldtkeller (Tübin­gen) Kon­rad Fis­ch­er (Architek­tur­büro Fis­ch­er, Hochstadt am Main) Matthias Frinken (SRL, Ham­burg) Clau­dia Gotz (ULI Ger­many, Frank­furt am Main) Nor­bert Große Hünd­feld (Mün­ster) Bürg­er­meis­ter Matthias Hahn (Lan­deshaupt­stadt Stuttgart) Prof. Dr. Tilman Har­lan­der (Uni­ver­sität Stuttgart) Dr. Har­ald Heinz (HJP­plan­er, Aachen) Jens Imorde (Imorde Pro­jekt- & Kul­turber­atung GmbH, Mün­ster) Rolf Junker (Junker und Kruse, Dort­mund) Meinolf Kühn (Stadt Sun­dern) Prof. Dr. Udo Mainz­er (LVR-Amt für Denkmalpflege im Rhein­land, Pul­heim) Bürg­er­meis­ter Julius Mihm (Stadt Schwäbisch Gmünd) Rolf Pan­gels (HDE, Berlin) Prof. Bernd Reiff (Herdecke) Dr. Wolf­gang Rot­ers (Düs­sel­dorf) Prof. Klaus Schäfer (Hochschule Bre­men) Heinz-Jochen Spilk­er (City-Man­age­ment Erfurt) Dr. Sil­via Stiller (Ham­bur­gis­ches WeltWirtschaftsIn­sti­tut) Prof. Dr. Jürg Sulz­er (TU Dres­den) Ger­win Zohlen (Berlin)

Kooperationspartner

Architek­tenkam­mer Nor­drhein-West­falen | Architek­ten- und Stadt­plan­erkam­mer Hes­sen | BDA-Lan­desver­band NRW | BDB-Bun­desver- band | BDB-Lan­desver­band NRW | Vere­ini­gung für Stadt‑, Region­al- und Lan­des­pla­nung (SRL) | Urban Land Insti­tute Ger­many (ULI Ger­many) | LWL-Amt für Denkmalpflege in West­falen | Lan­desamt für Denkmalpflege Hes­sen | Vere­ini­gung der Lan­des­denkmalpfleger in der Bun­desre­pub­lik Deutschland

Sponsoren

Aloys F. Dorn­bracht GmbH & Co. KG | Architek­tenkam­mer Nor­drhein-West­falen | Architek­ten- und Stadt­plan­erkam­mer Hes­sen | Bam­ber- ger Naturstein­werk Her­mann Gras­er GmbH | BASEG • wer­bung + kom­mu­nika­tion GmbH | Deppe Back­stein-Keramik GmbH | Deutsche Poro­ton GmbH | Deutsch­er Natur­w­erk­stein Ver­band e.V. | FSB Franz Schnei­der Brakel GmbH + Co. KG | Gesellschaft der Fre­unde der TU Dort­mund e. V. | Hof­mann GmbH & Co. KG | KEIMFARBEN GmbH & Co. KG | Lan­deshaupt­stadt Düs­sel­dorf | MEDICE Arzneimit­tel Püt­ter GmbH & Co. KG | MESSBILDSTELLE GmbH | Möven­pick Weinkeller Dort­mund | Petersen Tegl A/S | Rudolf-August-Oetk­er-Stiftung | SAL Pla­nungs­gruppe GmbH | URETEK Deutsch­land GmbH | Wolf GmbH | Zei­dler & Wim­mel GmbH & Co. KG